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Pflichtsieg in Extremis

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Eine Woche nach dem emotionsgeladenen Sieg gegen Minerva reiste der Mobulu-Tross ins Berner Oberland zum FC Uetendorf, einem weiteren Kantonsrivalen.

Grosses Derby, kleines Derby: Dass so viel Kontrast Mühe bereiten kann war bekannt und wurde im Vorfeld entsprechend oft und intensiv besprochen. Manchmal reichen aber alle Worte der Welt nicht und es braucht eine schallende Ohrfeige in Form eines 0:1-Rückstandes nach einer von Überheblichkeit geprägten ersten Halbzeit. Das Problem war nicht, dass das Spiel gegen den Tabellenvorletzten als Pflichtaufgabe eingestuft wurde. Es ging auch nicht um die falsche Taktik, auch wenn der Gegner nicht mehr als einen Auswechselspieler aufbieten konnte. Was den Mobulesen fehlte war jene Kaltblütigkeit, die noch vor Wochenfrist zu einem Kantersieg gegen König Minerva führte. Dass der junge Keeper Uetendorfs eine unglaubliche erste Halbzeit spielte und die vielen zumeist unpräzisen Abschlüsse auf seinen Kasten tapfer parierte passte bestens ins Bild. Am Ende musste man ihm dafür fast dankbar sein; Erzwang er doch mit seinen Paraden eine überfällige Kabinenpredigt und eine Reaktion in Sachen Konzentration und Präzision. In der zweiten Halbzeit zeigten Meinhardts Spieler, weshalb sie zur Zeit unter den ersten vier klassiert sind: Überliess man in den ersten zwanzig Minuten das Geschehen noch mehrheitlich dem Gastgeber, agierten die Mobulesen nun mit einem aufsässigen Pressing und – bei eigenem Ballbesitz – mit mehr Kontrolle und Geduld. Nach dreissig Minuten gingen die Stadtberner erstmals in Führung und angesichts der schwindenden Kräfte der fünf Uetendorfer Feldspieler war das bereits mehr als eine Vorentscheidung. Vier weitere Treffer zum Ende hin – zwei davon durch den spät eingesetzten aber hervorragenden Dewin Heiniger – machten das Resultat dann noch etwas schmeichelhafter. Manchmal braucht es eben einen Rückschlag, um sich wieder sammeln zu können. Positiv ist, dass dieser im jüngsten Fall keine Spuren in der Tabelle hinterlässt. Das Team hat nicht zum ersten Mal in dieser Saison die Ruhe bewahrt und sich selbst aus einer prekären Situation befreit. Das stimmt positiv.

Telegramm auf football.ch

FC Uetendorf - Mobulu Futsal Uni Bern 1:6 (1:0)

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