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Mobulu gewinnt spektakuläres Derby

Nach einer ausgeglichenen Startphase konnte sich Mobulu einen grossen Vorsprung erarbeiten und besiegte den Erzrivalen deutlich mit 10:4. Somit blieb der Gastgeber auch im 5. Spiel in Serie gegen den zweimaligen Meister ungeschlagen.

Mit grosser Spannung wurde von ca. 250 Zuschauern in der Neufeldhalle das grosse Spiel des 11. Spieltages erwartet. Minerva befand sich mit 20 Punkten auf dem 3. Platz, während Mobulu mit nur einem Punkt weniger auf dem 4. Rang lag. Beide Teams traten in Bestbesetzung an und somit war für Futsal-Spektakel gesorgt. Das Heimteam wollte sich für das unglückliche Unentschieden des zweiten Spieltages revanchieren (Minerva glich damals 18 Sekunden vor Schluss aus), während der Gast nach vier sieglosen Spielen (zwei Niederlagen und zwei Unentschieden) endlich wieder mit 3 Punkte aus einem Derby nach Hause gehen wollte.

Torreicher Beginn

Minerva begann mit einer aussergewöhnlichen taktischen Massnahme: Schon nach 20 Sekunden wurde der Torhüter ausgewechselt und durch einen fünften Feldspieler ersetzt. Zehn Sekunden später folgte schon der erste grobe Fehlpass Minervas und Tobias Pulver verfehlte mit seinem Schuss hinter der Mittellinie das leere Tor nur um wenige Zentimeter. Trotzdem liessen die Gäste weiterhin Überzahl spielen. Nach drei Minuten wurden sie belohnt. Nach einem harten Schuss von Tiago Machado musste Miguel Balvis zentral vor dem Tor nur noch seinen Fuss hinhalten und es stand 0:1. Die Antwort vom Heimteam kam postwendend. Xhemajl Likaj legte den Ball zu Marco Hurter ab, der mit einem präzisen Schuss keine Mühe hatte den Ausgleich zu erzielen. Zwei Minuten später gingen die Mobulesen in Führung. Evangelos Marcoyannakis eroberte den Ball in der eigenen Hälfte und verwertete einen Doppelpass mit Andri Rüegsegger zum 2:1. Die Freude hielt nicht lange, nur ein paar Sekunden später war es Tiago Melo, der zum 2:2 ausgleichen konnte. Der offene Schlagabtausch ging weiter: Zehn Minuten vor der Halbzeit bediente Felipe Gomes mit einem Einkick Andri Rüegsegger, welcher das Heimteam mit einem fulminanten Direktschuss wieder in Führung brachte. Doch auch dieser Vorsprung hielt nicht lange: Nur ein paar Sekunden später konnte Tiago Machado via Pfosten seinen zweiten persönlichen Treffer erzielen. Danach folgte eine eher ruhigere Phase. Beide Teams fokussierten sich vermehrt auf ihre defensive Aufgaben und liessen sich weniger auf den offenen Schlagabtausch ein. Knapp fünf Minuten vor Schluss tankte sich Andri Rüegsegger auf der linken Seite durch und dribbelte den gegnerischen Torwart aus. Mit einer Grätsche wollte er der einschussbereiten Marco Hurter bedienen, doch Tiago Melo fing den Pass mit der Hand ab. Dafür gab es folgerichtig einen 6-Meter und die gelbe Karte für den Minerva Akteur. Marco Hurter verwandelte den fälligen Penalty souverän und liess Goncalo Oliveira keine Chance. Dadurch schöpfte Minerva zugleich das Foul-Kontigent aus. Um länger in Ballbesitz zu bleiben und keine weiteres Foulspiel zu begehen, wurde umgehend wieder der Torwart rausgenommen. Doch an diesem Tag konnte der zweimalige Schweizermeister wenig Profit daraus ziehen. Xhemajl Likaj fing nur 30 Sekunden später einen Pass ab und schob den Ball in leere Tor zum 5:3. Zwei Minuten später war es wieder Andri Rüegsegger, der der Minerva-Abwehr entwischte und nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Marco Hurter übernahm die Verantwortung für den 10-Meter und erhöhte mit seinem dritten persönlichen Treffer auf 6:3. Kurz vor Schluss hätte Elia Wälty gar auf 7:3 erhöhen können, doch sein Schuss aus der Distanz landete an der Latte. Minerva kam auch noch zu einem gefährlichen Konter, doch Mischa Felber war zur Stelle und es blieb beim 6:3, mit dem die beiden Teams in die Halbzeitpause gingen.

Abgeklärte zweite Halbzeit

Minerva musste nun mehr riskieren. Jedoch verhielt sich Mobulu taktisch extrem diszipliniert und liess nichts mehr zu. Und wenn der Ball einmal durch die Abwehr hindurch kam, war Felber im Tor von Mobulu zur Stelle. Der Gastgeber kam in dieser Phase immer wieder zu gefährlichen Konterchancen, doch Marcoyannakis, Wälty und Likaj scheiterten allesamt am gegnerischen Keeper Oliveira. Für eine Vorentscheidung im Spiel sorgte Minerva gleich selber: Nachdem Edson Veiga für eine Schwalbe verwarnt wurde, applaudierte er dem Schiedsrichter und wurde mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen. Mobulu spielte die folgende Überzahl cool runter und schlug 25 Sekunden vor Ablauf zu. Nach einem Doppelpass mit Marcoyannakis war Hurter zur Stelle und traf per Pfosten zum 7:3. Neun Minuten vor Schluss setzte sich der Captain Mirko Wilhelm gegen zwei Gegner durch und bediente den glänzend aufgelegten Xhemajl Likaj. Dieser sah den freigelaufenen Marcoyannakis und lieferte diesem die perfekte Vorlage zum 3:8. Minerva hatte keine Lösung und sie versuchten es wieder mit dem Flying Keeper. Fünf Minuten vor Schluss gelang auch der Anschlusstreffer. Ein Schuss von Miguel Balvis wurde durch Mirko Wilhelm abgelenkt und Mischa Felber konnte nicht mehr reagieren. Doch Mobulu stellte sofort wieder den 5-Tore-Vorspung her. Ein weiteres misslungenes Abspiel der Minervaner führte dazu, dass Marco Hurter mit einem schönen Lupfer aus der eigenen Hälfte ins gegnerische leere Tor traf. Mit seinem vierten persönlichen Treffer krönte er seine phänomenale Leistung an diesem Abend. Doch Mobulu hatte nicht genug: Zwei Minuten vor Schluss krönte Likaj die starke Leistung von Mobulu nach einem Doppelpass mit Marcoyannakis zum verdienten 10:4 Endstand.

Nächsten Sonntag spielt Mobulu Futsal auswärts beim Tabellenvorletzten FC Uetendorf in der Progymatte (Thun). Anpfiff ist um 16:00 Uhr.

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Mobulu Futsal Uni Bern - Futsal Minerva 10:4 (6:3)

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