, Mobulu SFPL

Futsal Total in Morges

Futsalliebhaber bekamen am Samstagabend einen wahren Leckerbissen des Schweizer Futsals zu sehen. In einem intensiven aber auch taktisch geprägten Spiel konnte der Aufsteiger aus Morges den Meister von 2015 mit 3:0 besiegen und die Tabellenspitze verteidigen.

Mobulu konnte fast aus dem Vollen schöpfen, Isaac Taboada erhielt seine Spielberechtigung im Verlauf der Woche und feierte somit sein Debüt. Auch Elia Wälty kehrte nach seiner Sperre zurück. Einzig auf Salvatore Patera mussten die Berner verzichten, der 29-jährige fehlte krankheitsbedingt.

Silva mit dem besseren Start

Die zahlreichen Zuschauer in Morges bekamen zur SFPL-Heimspielpremiere ihrer Lieblinge beste Werbung für den Schweizer Futsal zu sehen. “Ich spiele seit vier Jahren hier in der Schweiz, ein solch hochstehendes Spiel habe ich aber noch nie erlebt”, sagte Silva-Goalie Nuno China, 2014 mit Bulle Schweizer Meister, nach Spielschluss. Der ambitionierte Aufsteiger begann gleich mit einem sehr hohem Pressing. Schon nach wenigen Sekunden führte ein Ballgewinn zu einer gefährlichen Chance, doch Fabian Sanginés hielt seinen Kasten vorerst sauber. Auf Seite der Berner hatte Neuzugang Isaac Taboada den ersten guten Schuss, Nuno China im Tor der Gastgeber parierte jedoch. Nach einem schnell ausgeführten Einkick in der 11. Minute ging das Heimteam in Führung, als die Zuteilung in der Defensive von Mobulu nicht passte. Torschütze war Nationalspieler Felipe Vallejo. Gefährlichster Mann bei Silva war die Nummer 6 Tiago Ribeiro. Immer wieder gewann er Eins-gegen-Eins-Situationen und erarbeitete somit viele Chancen für seine Mannschaft. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatten die Gäste die Riesenchance den Ausgleich zu erzielen. China liess den Schuss von Evangelos Marcoyannakis nach vorne abprallen und Kiatbodin Koetsuk kam aus fünf Metern zum Nachschuss, dieser landete jedoch weit über das Tor. Mit der Sirene wurde es noch einmal brandgefährlich, Elia Wälty brachte den Ball eine Sekunde vor Ende via Einkick vors Tor, dieser wurde vom Rücken von Felipe Gomes an den Pfosten abgefälscht und China konnte noch mit den Fingerspitzen retten.

Foulfestival im zweiten Durchgang

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte das Schiedsrichterduo seine Linie nicht ans Spiel anpassen und bestrafte Mobulu gleich mit vier Fouls nach nur zwei Minuten. Dabei nahmen die Portugiesen die Zweikämpfe nicht mehr an wie in der ersten Halbzeit und liessen sich sehr einfach fallen, obwohl das Spiel hart aber stets fair war. Eines dieser Fouls führte zu einem Sechsmeter für Silva. Sanginés konnte den Schuss von Claudio Lumbu parieren, war aber im Nachschuss machtlos und somit erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Der Aufsteiger konnte nun mit der komfortablen Führung den Ball besser in den eigenen Reihen halten und der erfahrene Spielmacher Artur Camarao wartete geduldig auf die Lücke in der Berner Abwehr. Aber auch das Team von Javier Fernandez wurde mit der Zeit stärker und nutzte die physische Überlegenheit besser aus. Das führte zwangsläufig dann auch zum sechsten Foul in der 26. Minute. Andre Santos setzte den fälligen Zehnmeter jedoch an den Pfosten. Die nächste Grosschance hatte Taboada, sein linker Hammer traf jedoch nur die Latte. Nach einem Rückpassfehler des Teams von Tiago Borges wurden die Panther mit einem indirekten Freistoss gefährlich, doch Janik Huber verzog deutlich. Es folgten weitere gute Aktionen von Huber, Wälty und Taboada, doch der Ball wollte an diesem Abend einfach nicht rein. Auch Marcoyannakis scheiterte mehrfach am glänzend aufspielenden China. Auf der Gegenseite durfte sich Sanginés wieder gegen einen Zehnmeter von Lumbu bewähren und er bewahrte sein Team vor dem 3:0. Dieses fiel dennoch drei Minuten vor Schluss, der beste Mann der Waadtländer Ribeiro entschied das Spiel mit dem dritten Treffer der Partie. Eben dieser hätte eine Minute später gar auf 4:0 erhöhen können, doch er scheiterte mit seinem Zehnmeter an Sanginés, den besten “Berner” an diesem Abend. Auch Lipa durfte aus zehn Metern ran, der Torschützenkönig von 2014 und 2015 traf aber nur die Latte. Zum Schluss gab es auch noch von Silva das sechste Foulspiel und insgesamt das 15. der zweiten Halbzeit. Taboadas Zehnmeter traf aber nur das Gesicht von eingewechselten Goalie Goncalo Oliveira. Somit endete die Partie 3:0.

Am Sonntag, 02.10 erwartet Mobulu die nächste schwere Aufgabe. In Herrliberg warten die Löwen aus Zürich, die bisher mit zwei Siegen aus zwei Spielen gestartet sind. Spielbeginn ist um 18.00 Uhr.

Telegramm auf football.ch

FC Silva - Mobulu Futsal Uni Bern 3:0 (1:0)

Tore:
11. Vallejo 1:0
22. Lumbu 2:0
37. Ribeiro 3:0

Weiteres: Sanginés hält Sechsmeter (22.), Santos verschiesst Zehnmeter (26.), Sanginés hält Zehnmeter (34., 38.), Lipa verschiesst Zehnmeter (39.), Oliveira hält Zehnmeter (39.)

Mobulu Futsal:
Sanginés; Wilhelm, Koetsuk, Huber, Marcoyannakis
Kölle (ohne Einsatz), Wälty, Bodmer, Gomes, Taboada, Florin

Mobulu ohne: Patera (krank), Schären (abwesend)

zum Multimedia-Eintrag

Jester 04 Baden


Mobulu Women

Sonntag, 16. Dezember 2018 10.00

Sportzentrum Schachen, Schuelrain, 8906 Bonstetten

Mobulu 4 (1. Liga)


FC Schönbühl

Sonntag, 16. Dezember 2018 16.00

Unisporthalle Neufeld, Bremgartenstrasse 145, 3012 Bern