, Mobulu SFPL

Ein Titel für den ganzen Verein

Mobulus Erste belohnt sich und den ganzen Verein für sechs Monate harte Arbeit und eine gute Leistung im ersten Finalspiel der Vereinsgeschichte: Nach zehn Jahren voller Emotionen und einigen harten Rückschlägen ist der erste Titel endlich Tatsache.

Als David Mühlemann wenige Sekunden vor Schluss an der Mittellinie den Ball abfing und ihn vermeintlich locker zum 5:3 ins verwaiste Tor der AFM Futsal Maniacs schob, da brachen in der gut gefüllten Insel-Halle in Yverdon sämtliche Dämme. Später grämte sich der Schütze des letzten von insgesamt 118 erzielten Saisontoren nicht, die Wahrheit über diese Szene kundzutun: “Vom Moment der Ballabgabe an weiss ich nichts mehr.” Die folgenden Szenen hätten gegensätzlicher nicht sein können: Auf der einen Seite fielen Spieler und Zuschauer des sehr guten Finalgegners aus dem Aargau resignierend in eine Schockstarre, auf der anderen Seite machten sich die Berner angeführt von Mühlemann auf, den Moment mit den so zahlreich erschienenen Anhängern zu feiern. Sehr zum Ärger von Schiedsrichter und Sicherheitsleuten, welche die grösste Mühe damit bekundeten, Spieler und Fans voneinander zu trennen, damit das Spiel für die letzten drei Sekunden noch einmal angepfiffen werden konnte.

Nervöser Start, kühle Reaktion

Die Nerven spielten den grösstenteils finalunerfahrenen Mobulesen einen Streich, anders sind die defensiven Aussetzer, die zum 0:1 und zum 1:2 führten nicht zu erklären. Ärgerlich war besonders der zweite Gegentreffer; denn nach überstandenem Startfurioso der Maniacs war man eigentlich durchwegs die bessere Mannschaft. Dass die Berner zur Pause dennoch im Rückstand lagen hatte viel mit der eigenen Unentschlossenheit vor dem gegnerischen Tor und dem einmal mehr in dieser Saison hervorragend aufgelegten Fabian Sanginés im Kasten der Aargauer zu tun. Es wurde ein Geduldsspiel für Mobulu, das in der zweiten Halbzeit aufgehen sollte, wie einem dramaturgisch perfekt verfassten Drehbuch folgend. Rüegsegger und Likaj drehten die Partie und der filigrane Elia Wälty sorgte mit dem 4:2 acht Minuten vor dem Ende für eine kleine Vorentscheidung – auch weil sich die Aargauer vom plötzlichen Rückstand stärker beeindrucken liessen, als das vielleicht nötig gewesen wäre. Ohne Torhüter spielend kamen sie zwei Minuten vor Schluss mit dem 3:4 noch einmal zurück ins Spiel. Achtzig Sekunden später erhielten sie die Gelegenheit, den Spielverlauf mittels Zehnmeter noch einmal auf den Kopf zu stellen: Der Innenpfosten verhinderte den Ausgleich – der Rest ist Futsal-Geschichte.

Perfektes Timing

Mit einem umfassenden Blick hinter die Kulissen gibt es einige Gründe, die diesen Erfolg der ersten Mannschaft Mobulus erklären – auf Vereins-, wie auch auf Teamebene. Noch nie war die Infrastruktur mit drei wöchentlichen Trainings in einer Dreifachhalle besser, noch nie herrschte im Team ein grösserer Wille zum Erfolg, ohne dass der Spassfaktor darunter gelitten hätte. Betrachtet man zudem die sich im Sommer zum zehnten Mal jährende Vereinsgeschichte, dann darf etwas überspitzt sogar von einer Erlösung gesprochen werden: Noch nie war es dem Fanionteam zuvor gelungen eine einzige Playoffhürde zu überspringen – angelaufen war man freilich einige Male. Besser wäre dieser erste nationalen Triumph angesichts des kurz bevorstehenden Jubiläums aber ohnehin nicht zu timen gewesen. Die mit Mühlemanns spätem Tor und dem kurz darauf erfolgten Schlusspfiff frei gewordenen Emotionen waren bei beteiligten Urgesteinen, wie dem Präsidenten und zuletzt wieder als Cheftrainer tätigen Kaspar Burkhalter und dem ihn assistierenden Universalgenie Alex Lötscher entsprechend schier grenzenlos. Auch die unzähligen, von Vize-Präsident Dave Schneeberger angeführten Mobulesen aus dem Vorstand oder aus einer der vier weiteren Mann- beziehungsweise Frauschaften, liessen ihren Gefühlen freien Lauf. Die Szenen rund um die Schlusssirene und auch im weiteren Verlauf der langen Meisternacht zeigten, wie stark das Miteinander in diesem Verein ausgeprägt ist. Sodann freuen wir uns auf ein rauschendes Jubiläumsfest, die erstmalige Teilnahme am UEFA-Futsal-Pokal und die nächsten zehn Jahre Mobulu!

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Mobulu Futsal Uni Bern - AFM Futsal Maniacs 5:3 (1:2)

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