, Mobulu SFPL

Ein gebrauchter Tag

Die erste Mannschaft erleidet in Wohlen Schiffbruch: Mit der von unzähligen Strafpunkten begleiteten 2:7-Niederlage gegen treffsicherere Maniacs gibt sie sämtliche Trümpfe im Kampf um die Playoff-Teilnahme aus der Hand.

Es hätte die Vorentscheidung sein sollen; der Auftakt zu einem kontrollierten Zieleinlauf, für einmal ohne traditionelle Zitterpartie zum Schluss. Am Ende war nicht mehr viel übrig: Das Resultat nahm durch drei späte Treffer der abschlussstarken Maniacs ins leere Tor angesichts des einigermassen ausgeglichenen Spielverlaufs groteske Züge an und das bis zu diesem Zeitpunkt mit viel Disziplin im Zaum gehaltene Strafpunktekonto Mobulus platzte plötzlich aus allen Nähten. Von vorne: Es brauchte zwei Tore der Gastgeber, um die Berner aus der Lethargie zu wecken. Danach wurden die Bemühungen intensiviert und spätestens nach dem Anschlusstreffer durch Marco Hurter schien wieder alles möglich. In dieser pausenübergreifenden Druckphase zwischen Minute fünfzehn und fünfundzwanzig war Mobulu eher besser, liess in der Offensive aber jegliche Zielstrebigkeit vermissen. Die Angriffsbemühungen wurden jäh gebremst, als David Mühlemann nach einem taktischen Foul in Meronis Rote Karte blickte. Tätlichkeit! Der Tessiner zog sein liebstes Spielzeug schneller als John Wayne seinen Colt in der Wüste Nevadas und peng, peng: Der Schuss traf Mobulu mitten ins Herz. Neunzig Sekunden der Unterzahl wurden diszipliniert überstanden, danach fiel das 1:3 dann doch – zu nah zirkulierte der Ball an Mobulus Strafraumgrenze und zu erhitzt waren die Gemüter der Berner. Es folgte ein zumeist kopfloses Anrennen. Später, nach dem 1:4, noch der Versuch, ohne Torhüter Verpasstes nachzuholen. Auch diese allerletzte Massnahme erwies sich als die Falsche an diesem gebrauchten Tag und so fuhr jene Mannschaft, die noch zwei Stunden zuvor Gegentor- und Strafpunkterangliste anführte mit sieben Eiern und einem Haufen Strafpunkten im Gepäck nach hause. Unglücklich, dass Mobulu seine wenigen schwarzen Tage in dieser bis anhin guten Saison ausgerechnet gegen die direktesten aller Gegner einzieht. Es folgen mit dem Heimspiel gegen ein erstarktes Croatia 97 und dem Tanz in Fribourg zwei ultraschwere Spiele. Will Mobulu in Frieden Weihnachtslieder singen, braucht es wohl sechs Punkte. Vor allem im Hinblick auf die Partie bei Old Fox gilt es, endlich einen Bann zu brechen. Eine Chance, keine Frage.

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AFM Futsal Maniacs - Mobulu Futsal Uni Bern 7:2 (2:1)

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