Spielberichte
Mobulu Futsal Uni Bern(NLB)-Olympic Basel 13:1 (6:0)
Das Resultat, 13-1, entspricht einem krassen Qualitätsunterschied zwischen den zwei Mannschaften. Das stimmte auch, aber die Jungen von Olympic Basel hatten auch ihre Chancen.
Das Kellerduell in der NLB war für Basel die letzte reale Chance zu punkten. Im letzten Spiel der Meisterschaft, das Basler Derby gegen Union Pratteln (auf 2. Position) von nächster Woche, sind für die Olympic kaum Punkte zu erwarten. Aber Mobulu hatte vom Anfang an das Spiel fest im Griff. Es wurde schnell auf der gegnerischen Platzhälfte kombiniert, und eine 3-0 Führung stand nach 10 Minuten auf der Tafel. Eine Führung die sich im Laufe der ersten Halbzeit noch verdoppelte. In den letzten 5 Minuten dieser ersten Halbzeit zeigten sich aber die ersten Konzentrationsfehler in der Defensive. Dank guten Paraden von Goalie Renzo Marending blieb dies aber ohne Folgen. Halbzeitstand: 6-0.
Mit 6-0 auf der Tafel war der Käse natürlich gegessen. Es war für die NLB Mannschaft, die sonst selten die Möglichkeit hat in einer grossen Halle zu trainieren, eine ausgezeichnete Gelegenheit etwas auszuprobieren. Basel musste etwas tun, und wählte den Angriff. Schon in der ersten Halbzeit bekam Mobulu viel Platz, und mit dem Angriffswillen der Basler sogar noch mehr. Zumal keine Struktur oder Organisation in der gegnerische Mannschaft zu erkennen war. So resultierten zwei Ballverluste der Pivot auf eigener Hälfte in zwei 2-gegen-1 Situationen in kürzester Zeit, und mit Samuel Krummen am Abschlusskanon auch in zwei Toren. Leider probierte Mobulu ein bisschen zu viel aus den gebotenen Räumen und vernachlässigte dabei die defensiven Aufgaben. Basel hatte wiederum einige gute Chancen. Etwa nach 30 Minuten wurde der Ball nach einem Chaos vor dem Mobulu Tor über die Linie gewurstelt. Das Tor war verdient und wurde wie ein Sieg gefeiert. Die junge Basler Mannschaft brach aber endgültig beim 10-1 zusammen, und schien nicht mehr in der Lage Gegenwehr zu leisten.
Wie gehabt schrieb Krummen der Löwenanteil der Tore auf sein Konto. Aber mit Ausnahme von Torwart Marending und Eicher (spielte nur auf der Verteidigerposition) konnten alle Mobulese mindestens einen Torerfolg feiern.
KMF Kraljevo-Mobulu Futsal Uni Bern(NLB) 9:2(8:2)
Sonntag der 14. Dezember ist bedeutend weniger historisch ausgegangen als der Heimsieg letzte Woche. Das Spiel in Wohlen (AG) gegen KMF Kraljevo brachte Enthusiasmus auf Seiten der Mobulesen, weil die vergangenen Wochen einen Gegner zeigten, der - mittels guter Organisation - besiegbar wäre. Sogar ihre klare physische Überlegenheit - jeder Kraljevoer bringt mehr Gewicht auf die Waage als jeder einzelne Mobulese - konnte die Hoffnung auf einen Sieg nicht reduzieren.
Es war also vielleicht ein bisschen Überschätzung, weil eine herbe Schmach das Resultat war. Viele Gründe können hervorgebracht werden, aber am Ende war Mobulu schlicht und einfach nicht wach: immer einen Schritt zu langsam, keine Organisation, kein Struktur und vor allem eine beschämende verteidigende Leistung. Die erste Halbzeit wird hier gar nicht beschrieben, weil sie per sofort aus unserem Gedächtnis gestrichen werden soll. Vollständigkeitshalber: Kaelin notierte mit einem flachen Schuss das 3-1 und Krummen per Kopf das 8-2.
Jawohl... 8-2 nach 20 Minuten. Demütigung statt drei Punkte. Aus Sicht der Mobulesen ist es schwierig positive Punkte zu sammeln. Einer aber ist, dass während der Pause die Situation richtig eingeschätzt wurde. Der Wechselmodus für den Verteidiger wurde angepasst, die Mannschaftsstrategie bearbeitet und ein neues Ziel wurde gesetzt: keine doppelstellige Niederlage. Mit 8-2 auf der Tafel eine sehr gewagte Zielsetzung.
Resilienz wurde schon letzte Woche besprochen. Es gibt eine Limite zu der Resilienz der Mobulesen, und ein Sieg war utopisch. Aber nochmals zeigten die Neu-Mobulesen eine starke Steigerung (Naja, ein schwächerer Auftritt als in der ersten Halbzeit wäre kaum möglich gewesen). Es wurde viel näher am Gegner verteidigt, und die Mannschaft agierte deutlich besser. Klar nahm Kraljevo ein bisschen den Fuss vom Ga, aber die serbischen Secondos sind an erster Stelle eine Angriffsmannschaft, und völlig zurücklehnen steht nicht in ihrem Wörterbuch. Mobulu drohte mit verschiedenem schnellem Kontern aber stiess auf einen guten Torwart. Als 5 Minuten vor dem Schlusspfiff auch noch Isler verletzt ausfiel, und nur noch ein Wechselspieler zur Verfügung stand - Vergleich: Kraljevo kam mit 9 Feldspielern - war klar, dass es noch heisse 5 Minuten werden könnten. Jedoch überstanden die Mobulesen diese Zeit. Mit einem 9-2 Schlussresultat (das 9. Tor wurde nach 15 Sekunden in der zweiten Halbzeit gemacht) konnte niemand zufrieden sein, aber in der zweiten Halbzeit dürfte das Publikum überzeugt gewesen sein, dass die ersten 20 Minuten nicht das wahre Mobulu zeigten. Und eine doppelstellige Niederlage wurde vermieden...
Matchtelegramm:
Ort: Junkholzhalle, Wohlen (AG)
Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 3:1 Kaelin, 4:1, 5:1, 6:1, 7:1, 8:1, 8:2 Krummen, 9:2
Mannschaft: Schumacher, Vanhecke, Wilhelm, Eicher, Isler (verletzt in der 36. Minute), Krummen, Kaelin
Verletzt: Boss, Gemsch, Isis, Ritter, Moser
Mobulu Futsal Uni Bern(NLB)-MNK Kuna Futsal Küssnacht 6:4
Sonntag den 7. 12.2008 war ein historischer Tag. Noch nie in der Geschichte unseres Vereins ist es gelungen drei Heimspielpunkte in Bern zu behalten. Nach dem sensationellen "Heimspiel" unserer NLA Mannschaft in La Locle letzte Woche war es an diesem Tag, den 7.12.2008 also, dass die NLB Mannschaft den ersten Mobulu (NLA/NLB) Heimsieg über die Bühne brachte, und die erste drei Punkte überhaupt dieser neu gegründeten Mannschaft einfuhr. Das Omen sprach übrigens nicht für die Mobulesen: Adrian Ritter und Topscorer Ibrahim Isis mussten verletzungsbedingt zuschauen, Dimitri Vanhecke war gerade zurück aus Afrika und hatte einen bösen Fall von Durchfall mitgebracht und Samuel Krummen starrte am Mittagstisch fieberisch ins Leere, vielleicht sich überlegend ob er genügend Taschentücher dabei hatte.
Auch das Spiel fing nicht an wie man es sich so wünscht. Nach zwei Minuten, Goalie Schumacher hat noch keinen Auftritt gehabt, der Ball war noch nie auf der gegnerischen Hälfte gewesen, schickte ein Küssnachtler das Leder genau zwischen die Beine von Wilhelm und Vanhecke und traf, via Pfosten.
Resilienz. Aus dem lateinischen resilire ("zurückspringen, abprallen") auf deutsch etwa Widerstandsfähigkeit. Unter Resilienz wird die Fähigkeit verstanden, auf die Anforderungen wechselnder Situationen flexibel zu reagieren und auch stressreiche, frustrierende oder sonst wie schwierige Situationen zu meistern. Und das war genau was die Mobulu Mannschaft zeigte. Sie übernahm die Initiative und tauchte immer gefährlicher vor dem Küssnachtler Torhüter auf. Ein Tor hing in der Luft, und es kam kurz nach der 10. Spielminute. Schön war es nicht, aber irgendwo schaffte Krummen es den Ball über die Torlinie zu bringen. Euphorie unter dem etwa 50 Leute starken Publikum. Und Mobulu wollte mehr. Nach einer schönen Kombination von Mirko-Krummen kam eine gute Flanke, die von Rodriguez per Kopfstoss versilbert wurde. Und kurz vor dem Kaffee brachte ein Küssnachtler Fehler Vanhecke-Krummen alleine vor das Tor und anschliessend feierte das Berner Publikum den dritten Erfolg. 3-1 zur Halbzeit und die neo-Mobulesen zum ersten Mal als führende Mannschaft. Adrian Ritter und Ibrahim Isis konnten das aufgeregte Team beruhigen, und der Elan von der ersten Halbzeit wurde gnadenlos weiter gezogen. Innerhalb 8 Minuten traf Krummen zum 4-1 auf seine einzigartigen Weise (nicht einfach beschreibbar, sie kommen das am Besten selber mal anschauen), Krummen zum 5-1 nach einem schnellen Einwurf von Goalie Schumacher und Krummen zum 6-1. Dieses letzte Tor kam nach einem grossartigen Auftritt von Rodriguez zu Stande, wobei er 3 der 4 Küssnachler Feldspieler in einer Bravourleistung alt aussehen liess. Uneigennützig überliess er den Ball dem besser positionieren Krummen, der den Ball eiskalt über die Torlinie schoss.
Die Resilienzfähigkeit der Gäste war deutlich geringer und die letzten 10 Minuten kam ein mässig bis sehr mässig organisierter Sturmlauf auf das Mobulu Tor zu. Dazu wurde das Fieber etwas höher und der Durchfall etwas prekärer, sodass die Küssnachtler noch drei Scharmützeltore gelangen. Lassen wir uns diese drei Tore eine wichtige Lehre für die junge Mannschaft sein. Am Ende gewannen die Berner weniger souverän als der Spielverlauf es anzeigte, aber das verdarb die Laune nicht. Die erste Punkte, mit schönen Toren erworben, und das vor unserem Heimpublikum!
Matchtelegramm:
Sporthalle Neufeld, Bern.
Tore: 0:1, 1:1 Krummen, 2:1 Rodriguez, 3:1 Krummen, 4:1 Krummen, 5-1 Krummen, 6-1 Krummen, 6:2, 6:3, 6:4.
Mobulu Futsal: Schumacher, Eicher, Isler, Rodriguez, Wilhelm, Vanhecke, Krummen
Bemerkungen: Mobulu ohne Moser, Jaus (beide Ausland), Boss, Isis und Ritter (alle rekonvaleszent).
Mobulu Futsal Uni Bern(NLB)-FSCL Monte Castelo 5:12(2:5)
Mit 6 Feldspielern, einem Goalie und der festen Entschlossenheit die 5:9-Niederlage vom letzten Sonntag vergessen zu machen, reiste die zweite Mannschaft des Mobulu Futsal nach Basel. Die Abwehr, im ersten Spiel eine Art Achilles' Ferse des Teams, sollte mit einer defensiveren Marschroute stabilisiert werden. Dabei galt es den Gegner in seiner eigenen Spielfeldhälfte kombinieren zu lassen und mit kompakter und konzentrierter Abwehrarbeit vor dem eigenen Gehäuse Konterangriffe zu lancieren. In den ersten Minuten schien das Konzept vorzüglich zu klappen, als sich aus einem der Konter eine sichere Einschussmöglichkeit zum 1:0 bot. Die ungenutzte Torchance liess zu Recht die Hoffnung auf einen positiven Spielausgang aufkeimen. Durch individuelle Fehler, etwas Pech und Unvermögen seitens Mobulu konnte sich Monte Castelo in Folge kurzzeitig mit einer 2:0-Führung absetzen. Doch war Mobulu schnell um eine prompte Reaktion besorgt. Innerhalb kürzester Zeit konnte man mit zwei solide herausgespielten Treffern ausgleichen.
Aus einem von der Mobulu-Abwehr im Kollektiv genehmigten Schuss aus ca. 9 Metern resultierte der erneute Rückstand, welcher bis Ende der Halbzeit auf ein 2:5 anwuchs. Doch lag trotz des bitteren Rückstands einiges noch drin. Zu Recht wurde in der Halbzeitansprache festgestellt, dass die Abwehr der Mobulu besser als eine Woche zuvor funktionierte, doch durfte man dabei nicht vergessen, dass der Gegner etwas schwächer Einzuschätzen war als Union Pratteln vom letzten Wochenende.
Die zweite Halbzeit fing vielversprechend an. Wieder zeigte Mobulu, dass sie diesen Gegner im Griff hätte haben können, und dass das Resultat die Qualitäten dieser zwei Mannschaften nicht korrekt widerspiegelte. Leider fiel in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs das Genick brechende 2:6. Mobulu musste fortan gänzlich aufmachen - tat dies wie gewohnt sehr unkontrolliert - und warf zudem schrittweise auch noch jegliche Taktik über Bord, so dass weitere 3 Gegentore folgten. Der Anschlusstreffer zum 3:9 war nur Kosmetik, die Treffer zum 4:10 und 5:12 zwar auch, doch verursachten sie eine offensichtliche Unruhe beim Gegner, der ausserdem sehr mit Fouls zu kämpfen hatte (10 in der zweiten Halbzeit). Symptomatisch für diesen Sonntagsausflug waren die vier von vier verschiedenen Spielern verschossenen 10-Meter.
Leider liess das B-Team vom Mobulu Futsal Uni Bern phasenweise jegliche Abgeklärtheit, gesunde Aggressivität und Durchschlagskraft vermissen. Was jedoch am meisten weh tut: Man verkaufte sich ziemlich unter seinem Wert. Doch geben viele Details einen Anlass zu Hoffnung und nicht zuletzt auch die Tatsache, dass Mobulu mit den meisten Mannschaften in seiner Gruppe sicher auf Augenhöhe zu stehen scheint. Welche Höhe das ist, ist schlussendlich aber garantiert nicht das Problem von Mobulu, sondern das der neu formierten, nicht qualitätsgeprüften Futsal NLB. Obwohl man mit dieser Niederlage in den Niederungen des vom SFV organisierten Breitensports angekommen ist, muss dieser Umstand nicht viel heissen, zumal man immer wieder Absenzen zu verkraften hatte und um sein wahres Potenzial noch nicht weiss. Nächste Woche erwartet Mobulu in der eigenen Halle das Team MNK Kuna Futsal aus Küssnacht am Rigi, den bisherigen Ergebnissen zufolge, eine - je nach Lust und Laune - Top- oder Flopmannschaft ohne überirdisch talentiertes Personal. Damit bietet sich für Mobulu erneut eine Chance zur Wiedergutmachung.
Matchtelegramm:
Rollschuhsporthalle Morgarten, Basel.
Tore: 1:2 Krummen, 2:2 Isis, 3:9 Krummen, 4:10 Isis, 5:12 Krummen.
Mobulu Futsal: Leu; Eicher, Isis, Ritter; Isler, Wilhelm, Krummen.
Bemerkungen: Mobulu ohne VanHecke, Moser, Jaus (alle Ausland), Boss (rekonvaleszent), Schumacher, Rodriguez.
Mobulu Futsal UNI Bern(NLB)-Union Pratteln 5:9(2:4)
Sonntag, der 23. November. Um 10:00 Uhr macht sich Mobulu NLB auf den Weg nach Küssnacht um das erste Meisterschaftsspiel zu bestreiten. Für einige ist es der erste Ernstkampf und deswegen konnte man sehr gespannt sein auf den ersten Auftritt. Nach etwa 1,5 h Fahrzeit kommt das Team am Bahnhof Luzern an. Hier muss man noch Zwischenhalten, da der Goalie Jonas Leu gerade erst von London(UK) zurück in die CH geflogen ist.
Danach geht’s hurtig weiter in die Sporthalle in Küssnacht damit man sich noch aufwärmen kann. Um 13:00 Uhr starten wir dann in das erste Spiel. Kurz nachdem das Spiel überhaupt gestartet ist hat es auch schon im Mobulu Tor eingeschlagen. Das geht etwas gar fix und viele sind ziemlich verdutzt wie schnell im Futsal die Tore fallen können. Bis zum zweiten Gegentor dauert es etwa weitere 4 Minuten - was uns noch etwas mehr verunsichert. Defensiv haben wir unsere Gegenspieler teils schlecht im Griff und lassen sie oft ziehen. Zum Glück kann dann M.-A.Isler mit seinem Anschlusstreffer zumindest das Resultat etwas besser aussehen lassen. Mobulu hat jedoch viel zu viele Fehlpässe und auch die Laufwege können nicht überzeugen - womit wir dann schliesslich mit einem 2:4 in die Pause gehen.
In der Pause nehmen wir uns viel vor und wollen das Spiel noch drehen. Leider widerfährt dem noch sehr jungen Mobulu Team aber genau das gleiche wie in der ersten Halbzeit. Diesmal dauert es sogar nur wenige Sekunden bis ein Gegenspieler alleine vor dem Tor den Ball eindreschen kann. Moralisch nicht gerade eine Stärkung für das angeknackste Selbstvertrauen. Wir können zwar noch zweimal den Anschlusstreffer erzielen, aber insgesamt sind wir hinten einfach nicht beständig genug um gegen die spielerisch und technisch überlegenen Pratteler zu bestehen. Nun ja, wir lassen uns das eine Lehre sein und wissen nun ziemlich genau was wir noch verbessern müssen.
Matchtelegramm:
Sporthalle Ebnet, Küssnacht am Rigi.
Tore: 0:2, 1:2 Isler, 1:3, 2:3 Rodriguez, 2:4; 2:5, 3:5 Isis, 3:6, 4:6 Isler, 4:9, 5:9 Isis.
Mobulu Futsal: Leu; Eicher, Ritter; Isler, Rodriguez, Gemsch, Wilhelm; Bodmer, Isis.
Bemerkungen: Mobulu ohne Schumacher (NLA), VanHecke, Moser,Jaus (alle Ausland), Boss (rekonvaleszent).